180 Kilometer auf der Rolle

22. Januar 2012 8 Kommentare

Ich kenne ja eigentlich niemanden, der gerne oder gar lieber auf der Rolle als draußen fährt. Viele können es überhaupt nicht verstehen, wie man länger als eine Stunde auf der Stelle treten kann. Aber es gibt sie, eine kleine Gruppe liebenswerter Radsportler(innen), die sich alljährlich im Zweirad-Fachgeschäft Schließer Bike in Schöningen zum 180km Rollenevent trifft.
Am Start waren heuer unter anderem Deutschlands bekannteste Bike-Blogger Racing Ralph, Stefan Bzdok, und Martin Danberg sowie Extrem-Radfahrer Achim Heukemes. Ralph und Stefan sind zwei Teamkollegen im IBC MTB-News Winterpokal, aber leider liegt Schöningen über 600km entfernt. Deshalb war ich nur virtuell dabei. Pünktlich um 9.00 Uhr ging es los und nach 4:40h war ich durch. Dazwischen lagen 3 durchgeschwitzte Handtücher, 2 durchgeschwitzte Trikots, 2l Isodrink und 2l  Mineralwasser. Gefahren bin ich erst mit 52/15 und so ab km 120 mit 52/12 in einem TTS 3.6 Catalyst-Programm ohne Steigung und Leistungsmodus 100 und mit durchschnittlich 233 Watt (Sportics Aktivität). Obwohl ich mir die Zeit mit Musik-DVDs, Twitter, Facebook und einem Webcam-Chat vertrieb, wurde es hinten raus dann doch recht zäh, aber aufgeben kam natürlich nicht in Frage. Was ich so gelesen habe, sind die Sportsfreunde in Schöningen auch gut durchgekommen. Besonderen Respekt verdient Ralph, der 110km auf einer freien Rolle fuhr, was viel schwieriger und anstrengender ist als auf den fixen Rollentrainern. :-)

Indoor Bike League

6. Januar 2012 4 Kommentare

Über den Tacx Flow Multiplayer Rollentrainer habe ich ja schon hier berichtet. Wem die Races im Multiplayer-Modus nicht reichen, der sollte sich mal die Indoor Bike League ansehen, die seit kurzem auch die Datenerfassung über die aktuelle Tacx Trainer Software 3.6 unterstützt. Gegen einen geringen Obulus können hier Virtual Reality und Real Life Video Rennserien gefahren und die Ergebnisse in diverse Ranglisten hochgeladen werden. Neben der reinen Zeitwertung gibt es Sprint und Bergwertungen auf ausgewählten Teilstrecken, sowie Punkte- und Kilometerwertungen. Für Einsteiger werden kostenlose  “Schnupper-Rennen“ angeboten.
Das Leistungsniveau der registrierten Teilnehmer ist recht beachtlich. Wer vorne mitfahren will, muss Schnitte jenseits der 40 km/h und Leistungs-Werte um die 300 Watt treten können. Der aktuelle Führende in der „Power-Cup-Wertung“, hat immerhin über 15.000 Rollenkilometer aufzuweisen…
Die Betreiber der Rennserien veranstalten darüber hinaus Ligatreffen und bieten eigene Teambekleidung an. Alles in Allem eine sinnvolle Ergänzung für leistungsorientierte Tacx Flow – Benutzer.

Tacx Flow Multiplayer – Erster Eindruck

3. Dezember 2011 12 Kommentare

Der Winter kommt ja jetzt wohl doch noch und da steigt man vielleicht lieber drinnen in der trockenen, warmen Stube als draußen im kalten Schmuddelwetter aufs Rad. Allerdings ist es auf Dauer ziemlich langweilig, immer nur auf der Stelle zu treten. Abhilfe verspricht ein Rollentrainer mit PC-Anbindung wie z. B. der Tacx Flow Multiplayer T2220, der mit einem Straßenpreis von rund 350,- € noch relativ erschwinglich ist. Meine ersten Erfahrungen damit will ich hier mal schildern.

Der Aufbau des kompakt verpackten Geräts ist zwar relativ simpel, aber es dauert schon ein Stündchen, bis man alles zusammengeschraubt und angeschlossen hat. Der Lenkrahmen hat den Vorteil, dass man kein Vorderrad und damit auch keine Vorderradstütze braucht und das Rad durch die Fixierung der Gabel stabiler als auf meinem Tacx Satori wirkt. Nachteil gegenüber herkömmlichen Rollentrainern: man braucht einen Stromanschluß für die elektromagnetische Bremse und hat zusätzlich ein bisschen Kabelsalat durch ein Verbindungskabel von der Bremse zum Steuergerät am Lenker, ein Verbindungskabel von der Bremse zum Trittfrequenzsensor, ein Verbindungskabel vom Lenksensor zum Steuergerät und ein USB-Kabel vom Steuergerät zum PC.

Im Lieferumfang enthalten war die Tacx Trainer Software in der Version 3.5. Seit ein paar Tagen kann man online  auf die Version 3.6 updaten. Die Installation und die Erkennung des Flow verliefen bei mir unter Windows 7 64bit problemlos. Ein Pulsmessgerät ist nicht enthalten. Die Software soll aber mit allen gängigen uncodierten Brustgurten funktionieren. Bei mir tat es ein Sigma-Sport-Gurt von einem alten, einfachen Radcomputer. Nach dem Anlegen eines Benutzers und ein paar Setup-Einstellungen kann man loslegen. Zur Auswahl stehen 6 verschiedene Trainingsmodi:

1. Catalyst

Damit kann man gezielt nach Leistung, Distanz, Puls Steigung und Zeit entweder frei mit individuell veränderbaren Werten oder mit vorinstallierten oder selbst angelegten festen Trainingsprogrammen fahren. Während des Trainings sieht man sämtliche gemessenen Werte auf anschaulichen Grafiken in Echtzeit angezeigt.

2. Real Life Video

Die vielleicht bekannteste Trainingsform sind Videos von Original Rennstrecken bzw. Alpenpässen oder sonstigen schönen Strecken. Im Lieferumfang enthalten ist eine Demoversion von einem Training, bei dem man hinter den beiden Schleckbrüdern her fährt.

Die Videos laufen so schnell (oder langsam) ab, wie man selbst tritt. Der Widerstand der Bremse passt sich dabei der aktuellen Neigung der Strecke an. Das funktioniert ganz gut, allerdings erscheinen mir die Geschwindigkeitswechsel bei größeren Neigungsänderungen zu abrupt und zu stark, z. B. rollt man mit 30 km/h in einen kleinen Berg hinein und fährt innerhalb weniger Sekunden bloß noch 9 km/h (kann aber auch an meinen Beinen liegen). Die Beschleunigung bergab kommt auch eher einem Motorrad als einem Fahrrad nahe, aber unter dem Strich entspricht der errechnete Schnitt ziemlich genau meinem Gefühl bzw. meinen Werten „in Echt“. Hat man die Strecke schon mal selbst gefahren oder die Daten eines anderen Fahrers aus dem BikeNet geladen, kann man gegen bis zu 19 virtuelle Gegner fahren und sieht deren Position auf dem Streckenprofil. Die Originalen Tacx-Videos kosten jeweils um die 30,- €, eine günstigere Alternative sind kompatible Videos von Real Life Video, u.a. mit zwei sehr schönen Strecken aus dem Allgäu.

3. ErgoVideo

Funktioniert ähnlich wie das Real Live Video – Training, nur läuft der Film hier in Echtzeit ab und man muss die Leistung der Fahrer auf dem Video treten.

4. Real Life Training

Funktioniert wie das Real Live Video – Training, nur gibt es hier kein Video, sondern man fährt Strecken aus der Google Earth Perspektive ab. Dazu kann man GPX-Aufzeichnungen importieren oder sich Trainings anderer aus dem BikeNet herunterladen. Interessant, weil hier sowohl Daten von irgendwelchen Radrennen als auch sonstige Strecken aus aller Welt zur Verfügung stehen. Auch hier kann man gegen virtuelle Gegner antreten, deren Position auf dem Google Earth Bild und dem Streckenprofil dargestellt wird.

Das oben angezeigte Bild ist nur eine von mehreren Darstellungsvarianten. Man kann die angezeigten Fenster fast beliebig ein und ausblenden.

5. Virtual Reality

Wie der Name schon sagt fährt man hier in einer künstlichen Welt, ähnlich wie in einem PC-Game. Es gibt eine Vielzahl von Strecken auf der Straße, im Gelände und sogar auf einer Radrennbahn.

Man kann hier bis zu 5 Gegner auswählen, entweder aus eigenen, früheren Daten, oder Daten anderer aus dem BikeNet oder durch Duplizieren von Gegnern, deren Schnitt man frei einstellen kann. Diese Fahrer und sich selbst sieht man dann während des Trainings als animierte Rennfahrerfiguren in verschiedenen Perspektiven. Die Darstellung ist von der (einstellbaren) Qualität nicht mit aktuellen PC-Spielen zu vergleichen aber trotzdem ganz nett anzusehen. Der eigene Fahrer fährt z. B. mit der eigenen Trittfrequenz, geht auch mal aus dem Sattel, kleine Tiere queren die Fahrbahn etc.. Auf den virtuellen Strecken kann man mit Lenksensor fahren, d. h. man muss selbst lenken, um der Strecke zu folgen. Die Streckenführung ist manchmal nicht leicht zu erkennen, es lässt sich aber ein Richtungspfeil einblenden. Den Lenksensor habe ich bald ausgestellt und mich automatisch führen lassen, weil es auf winkligen Kursen ganz schön schwierig ist, auf der Strecke zu bleiben. Die Kids fanden es allerdings ganz lustig, wenn ich von der Strecke abgekommen und im Zickzack durch den Wald gefahren bin…

6. Multiplayer

Statt gegen virtuelle Gegner zu fahren, kann man dies auch gegen „echte“ tun, d.h. sich über das Internet mit anderen Multiplayer-Nutzern verbinden und in Echtzeit „racen“. Im Lieferumfang des Tacx Flow Multiplayer ist eine Multplayer-Lizenz für ein Jahr enthalten, die sonst 40,- € kostet. Funktionierte der Multiplayer-Modes in der Version 3.5 noch so gut wie gar nicht, hat Tacx mit der Version 3.6 jetzt einen eigenen Server zur Verfügung gestellt und jetzt  klappt es ganz ordentlich.

Entweder meldet man sich vor dem geplanten Start eines schon organisierten Rennens dort an, oder man organisiert mit wenigen Mausklicks selbst eins und wenn man Glück hat, finden sich schnell ein paar andere Teilnehmer ein. Gefahren werden können Catalyst-, Real Life Video-, Real Life Training- und Virtual Reality-Races. Während des Rennens sieht man die Zeitabstände der anderen eingeblendet bzw. bei Virtual Reality deren animierte Figuren an der tatsächlichen Position. Für ein GA-Training sicher weniger geeignet, aber wer sich zwischendurch mal ein bisschen auspowern will, für den ist es eine nette Abwechslung. :-)

Alle Trainings können gespeichert werden und lassen sich mit zahlreichen aufgezeichneten Daten im sogenannten Analyser auswerten, sowie als .hrm-Dateien exportieren und z.B. in Sportics oder in Sport Tracks einlesen.

Fazit: Den Aufpreis gegenüber einem vergleichbaren Rollentrainer ohne PC-Anbindung ist der Tacx Flow Multiplayer wert. Man kann nicht nur individueller trainieren, sondern es ist auch bedeutend kurzweiliger und macht mehr Spaß. Allerdings braucht man zum Fahren immer Strom und einen PC mit der installierten Tacx Trainer Software.

Stoffelberg Trails

12. November 2011 7 Kommentare

Heute war ich mal wieder bei Kaiserwetter mit dem Präsidenten und einigen altgedienten Recken des RSC Auto Brosch Kempten unterwegs. Guide Walter versprach Super-Single-Trails am Stoffelberg zwischen Weitnau und Niedersonthofen und hatte nicht übertrieben. Highlights waren zwei lange und fast durchgehend fahrbare Wald- und Wurzelpfade, einer an einer Waldgrotte und einer im Steigholz am Grat. Und das Beste: ich kannte sie noch nicht. :-)

Stoffelberg Trails

Stoffelberg Trails

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Kategorien:MTB, Video Tags:

Hike mit Bike an den Buchenegger Wasserfällen

5. November 2011 3 Kommentare

Der Winter lässt auf sich warten, deshalb startete ich heute Vormittag mit 4 Vereinskollegen des RSC Auto Brosch Kempten zu einer Biketour auf die 1.370m hoch gelegene Mittelberg-Alpe mit einem Abstecher durchs Werdensteiner Moos. Nach der schweißtreibenden Auffahrt durch den Immenstädter Steigbachtobel kehrten die Kollegen in der Alpe ein und ich machte mich auf den Weg über den Waldpfad nach der Roßhütte hinunter zur Alpe Unteregg und weiter durchs Ehrenschwanger Tal zur Hochgrat-Bahn. Eine schöne Variante zur Fahrstrasse nach Steibis ist der an der Talstation beginnende Wanderweg rechts der Weißach, auf dem mich ein Wegweiser „Buchenegger Wasserfälle“ neugierig machte. Die hatte ich bisher immer links liegen gelassen, also höchste Zeit, mal wieder was Neues zu erkunden…

Hike mit Bike an den Buchenegger Wasserfällen

Hike mit Bike an den Buchenegger Wasserfällen

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Musik: Surround – What I Love You

Über die Alpe Neugschwend und die Alpe Neugreut rollte es noch wunderbar, aber dann wurde schnell klar, dass die Wasserfälle in einem schmalen und tiefen Einschnitt der Weißach liegen. Hinunter führt ein steiles Weglein mit vielen Absätzen bis zu einer Eisenbrücke. Bergab waren noch ein paar Fahrmeter drin, aber auf der anderen Seite ging es senkrecht den Hang hinauf. Eine gefühlte Ewigkeit später hatte ich das Bike mit Pulswerten im Entwicklungsbereich irgendwie hochgewuchtet, -getragen, -gezogen und -geschoben und traf auf die Fahrstrasse vorbei ein Seppl’s Gartenwirtschaft nach Buchenegg. Zu Fuß sind die Wasserfälle sicherlich einen Ausflug wert, aber ein Rad ist dort eigentlich nur hinderlich. Über Wiedemannsdorf, Alpsee, Immenstadt ging es zurück nach Hause.

5:05h | 96km | 1.500hm Sportics.net Aktivität

MTB Marathon 2012

22. Oktober 2011 7 Kommentare

Am 22. April 2012 veranstaltet der RSC Kempten den 1. Auto Brosch MTB-Marathon für Jedermann in Durach bei Kempten. Streckenchef Walter hatte heute morgen zur ersten Besichtigung geladen und bei 1 Grad und durchbrechender Sonne fand sich ein illustres Feld ein, vom U23-Bundesligafahrer über einen mehrfachen Transalpsieger, fast dem gesamten RSC-Vorstand und zahlreichen altgedienten Recken des Vereins bis hin zum Chef des Hauptsponsors Autohaus Brosch. Die bei der Veranstaltung ein oder zweimal zu fahrende 37 km lange Runde mit 700 hm durch und um den Kemptener Wald erwies sich als sehr abwechslungs- und kurvenreich, mit vielen kurzen Anstiegen, auf wechselndem Belag von Asphalt bis Wurzeltrail und mit einer Bachdurchfahrt.

MTB Marathon 2012

MTB Marathon 2012

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Musik: Steve Allen – The last samourai

An der geplanten Verpflegungsstation in Hauptmannsgreut wurde im empfehlenswerten Gasthaus Mittelallgäu eingekehrt. Bei der großen Teilnehmerzahl blieben zwei kleine Defekte (Kettenriss und Plattfuss) nicht aus, die aber mit tatkräftiger Unterstützung des Präsidenten bald behoben waren. Am letzten Anstieg zur Burgruine Durach nahmen wir leider einen Abzweig zu früh und hatten Mühe, die Bikes einen steilen Waldhang hochzuhieven, aber ansonsten fand die Runde großen Zuspruch und wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und eine schöne Veranstaltung im nächstes Jahr. :-)

Zweiländer-Tour

16. Oktober 2011 4 Kommentare

Null Grad, Nebel und Eis auf den Autoscheiben, da schob ich den Start zur heutigen Tour etwas auf. Gegen 10 Uhr hatte es sich dann auf 3 Grad plus aufgewärmt und die Sonne brach durch. 4-lagig mit Überschuhen und Winterhandschuhen rollte ich dann erst mal gute 40km zum Einstieg in die „Zweiländer-Tour zwischen Oberstdorf und Kleinwalsertal“ am strategisch günstigst gelegenen McDonalds vor den Toren Oberstdorfs an. Die Tour ist im  outdooractive-Portal ausführlich beschrieben, deshalb nur ein paar Ergänzungen: Bis kurz nach der Sesselalpe herrscht reger Fussvolk-Verkehr aus der Breitachklamm, aber dann fährt man ziemlich einsam auf einer traumhaften Hochebene bis zum Gasthof Hörnlepass.  In Schwende muss man aufpassen, dass man nicht (wie ich zuerst) den rechten Abzweig vor der großen Breitachbrücke verpasst, was schade wäre, denn von dort geht es sehr reizvoll bis hinunter zum Fluß und dann auf der gegenüberliegenden Seite auf sehr steilem Weglein (neuer Garmin-Steigungsrekord: 35%) hinauf nach Rietzlern.

Zweiländer-Tour

Zweiländer-Tour

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Musik: Shearer – Pirates

Das Highlight der Tour ist dann der Panoramaweg, der unterhalb von Fellhorn und Söllerkopf über die Mittelalp und die Schrattenwangalpe hinüber zum Berghaus Schönblick am Söllereck führt. Die dortige Gondelbahn sorgt leider dafür, dass auf dem kurvenreichen Schotterweg hinunter zum Freibergsee zahlreiche Zwei- und Vierbeiner den Abfahrtsgenuß ausbremsen. Kurz vor dem See lohnt ein Abstecher zur imposanten Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Danach muss man mal kurz die Augen schließen, denn irgendjemand hat auf dem Weg zum Naturfreundehaus Freibergsee ein blaues Schild mit weißen Fußgängern aufgestellt. Relativ unspektakulär geht es dann zum Startort zurück. Nach einem kleinen Imbiss rollte ich wieder gut 40km an der Iller zurück nach Hause.
Die ganze Tour ist fahrtechnisch – abgesehen von zwei steilen Rampen – sehr einfach. Die angegebene Fahrzeit von 4h ist allerdings stark übertrieben. Trotz der zahlreichen Wanderfreunde habe ich weniger als 2,5h gebraucht (natürlich ohne An- und Abfahrt).  Insgesamt waren es heute 5:59h | 120km | 1.645hm. Sportics.net Aktivität

Über den Grüntensattel

25. September 2011 10 Kommentare

Sonntag morgen 6.51 Uhr und ein entsetzter Blick auf den Wecker, der nicht geläutet hat. Verdammt, um 7.45 Uhr war ich mit Chris von den Allgäubikern aus Memmingen verabredet. Also nix wie rein in die Klamotten, rauf aufs Bike und ohne Frühstück in Weltrekordzeit die 15km zum Treffpunkt am Rottachsee gekurbelt. Dort traf ich dann gerade noch rechtzeitig auf 14 Biker der ADFC MTB-Gruppe aus Memmingen, ein gut gelaunter und bunt gemischter Haufen mit einem launigen 68-jährigen Guide und Teilnehmern aus drei Generationen. Über Vorderburg und Kranzegg ging es zunächst flach zum Fuss des Grünten und dann die zur frühen Stunde noch nicht so schweisstreibenden 600 Höhenmeter mit bis zu 27% Steigung hinauf zur gleichnamigen Hütte. Von dort kämpften wir uns noch ein paar Höhenmeter bergauf in Richtung Gipfel, wobei vereinzelt fahrtechnische und konditionelle Schwierigkeiten bekundet wurden. Auf dem Pfad hinunter zur Roßbergalpe war dann stellenweise Hiken mit (störendem) Bike angesagt, nur Chris musste natürlich überall im Sattel hinunterrutschen.

Über den Grüntensattel

Über den Grüntensattel

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Musik: Oleg Serkov – L.E.O.

Ein schöner Waldtrail brachte uns ins Tal zum Königssträßchen und weiter gings hinauf zur Schnitzlertalalpe, hinüber zum Grat am Wertacher Hörnle und über die Buchelalpe hinunter nach Unterjoch, die Verwegenen holperten über einen Wiesentrail, der Rest nahm den Fahrweg. Nach einem Einkehrschwung im Alpengasthof Krone fuhren wir auf einem Forstweg hoch in die Enklave Jungholz („Damit wir das auch mal gesehen haben.“). Nach dem Abstecher ins benachbarte Tirol rollten wir hinunter Richtung Wertach und in abwechslungsreicher Berg- und Talfahrt auf Nebenstraßen, Waldwegen und mitunter feuchten Pfaden hinauf nach Bichl, hinunter zur S2007, hinauf nach Brosilessegg und schließlich hinunter zum Ausgangspunkt an der Greifenmühle. „Wenn es Euch gefallen hat, sagt es weiter, wenn nicht, behaltet es für Euch.“ Damit verabschiedete uns Sepp der Guide und ersteres tue ich hiermit. :-)        5:32h | 87km | 2.345hm  Sportics.net Aktivität

Ofterschwanger Horn

16. September 2011 2 Kommentare

Das 1.406m hohe Ofterschwanger Horn ist der nördlichste Gipfel der Hörnerkette mit diversen Anfahrtsmöglichkeiten. Heute Nachmittag wählte ich (bei Kaiserwetter, versteht sich) diejenige über Ettensberg, Gunzesried, Ostertal,  Geißrücken Alpe und Allgäuer Berghof. Der Viehscheid war schon, deswegen gab es keine Viehgatter zu überwinden. Sehr angenehm. Nach der Bergstation des Weltcup-Express geht es noch ein paar hundert Meter auf dem Hauptweg bergauf, bis man sich über einen steilen Grashang die letzten 50 Höhenmeter zu einem Holzkreuz etwas unterhalb des eigentlichen Gipfels hoch kämpfen muss. Dafür wird man dort mit einem fantastischen 360 Grad Panoramablick belohnt.

Ofterschwanger Horn

Ofterschwanger Horn

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Zweites Highlight der Runde war dann ein kilometerlanger handtuchschmaler Traumtrail ins Ostertal hinunter. Wo der genau verläuft. kann ich leider nicht verraten. Aus Gründen. ;-)
Unten angekommen hatte ich dann einschließlich der Anfahrt aus Kempten erst gut 2h auf dem Garmin. Deshalb ging es auf der Rückfahrt noch über den menschenleeren Rottachberg, durch Vorderburg und auf der alten Salzsstrasse nach Hause.    4:29 | 89km | 1.650hm

Hörnerkette

11. September 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Kaiserwetter war wieder mal angesagt fürs Allgäu, deshalb hieß es heute nach 2 Wochen Bikepause früh aufstehen und vor Sonnenaufgang los. In Untermaiselstein traf ich mich mit Markus „Mountain-Mike“ und über Immenstadt, Ettensberg, Gunzesried ging es hinauf zum Allgäuer Berghof. Blauer Himmel, frische Luft, Panoramablicke, Ruhe und dort, wo sich zu späterer Stunde nach Beginn des Weltcup-Express Bahnbetriebs die Wandersleute tummeln, keine Menschenseele. Traumhaft.

Hörnerkette

Hörnerkette

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Von einem „Kumpel“ hatte Markus den Tip bekommen, dass der garstige und verblockte Wurzeltrail nach der Fahnengehren-Alpe mittlerweile saniert und weitgehend fahrbar sei. Ideal, weil dann die gesamte Hörnerkette durchgehend befahrbar ist.  Leider war der Kumpel wohl seiner Zeit voraus, denn bis auf ein paar sanierte Meter und zahlreiche, zur Verbauung bereitliegende Holzbohlen präsentierte sich der Pfad so wie ich ihn von meiner letzten „Begehung“ mit dem Bike vor ein paar Jahren in Erinnerung hatte: „Für Cracks sind ein paar Fahrmeter drin“ (Zitat Elmar Moser). Naja, allzu lang sind die Schiebe- und Tragepassagen nicht und zum Glück war ja noch kein Fußvolk mit schlauen Sprüchen unterwegs.


Über die Kahlrückenalpe ging es dann wieder hinunter nach Ofterschwang und ich lies die Tour noch über Akams, Gopprechts, Hupprechts, Hubers und Buchenberg ausrollen.

4:46h | 86km | 1.633hm  Sportics.net Aktivität

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