Hattrick

„UIMG_0155a300nter einem Hattrick (engl. hat trick) versteht man in einigen Sportarten – vorrangig aber im Fußball und im Eishockey – das Erzielen von drei aufeinander- folgenden Toren durch denselben Spieler in einem Spiel.“ (Wikipedia). Ok, passt nicht ganz, aber egal. Bei der im Rahmen des 17. Canyon Rhein Hunsrück MTB Marathon ausgetragenen 8. Deutschen MTB-Meisterschaft der Justiz gelang mir der dritte Titelgewinn in Folge in der Klasse der Senioren 3. Die Vorzeichen standen schlecht: Ein Unwetter am Freitag und Dauerregen am Samstag hatten die Strecke in ein rutschiges Ungetüm verwandelt und für den Renn-Sonntag waren Gewitter angekündigt. Genau mein Wetter. Nicht. Aber wie so oft hatte die Wetter-App gelogen, die Luftpolsterfolien hatte ich mir umsonst unter die Hose gestopft und die Regenjacke umsonst mitgenommen, denn es blieb von oben trocken. Von unten war es aber gut feucht und gut tief. Wie immer wurde ab dem Startschuss ein horrendes Tempo angeschlagen und am ersten Berg musste ich fünf Wahnsinnige ziehen lassen. Drei davon holte ich Verlauf der 50km wieder ein, aber Seniorenfahrer 1 Adrian Kalk (Team Starbikewear) und  Seniorenfahrer 2 Stefan Megele (VC Lechhausen) sah ich erst im Ziel wieder. Mit Gesamtrang drei war ich trotzdem zufrieden und auf den Zweitplatzierten meiner Altersklasse fuhr ich trotz risikofreier Abfahrtsperformance 30 Minuten Vorsprung heraus. Damit war der dritte Meistertitel in Folge perfekt. Das Bergamont Revox Team von Andys Bikes and Parts in Sulzberg verrichtete trotz der widrigen Bedingungen anstandslos seinen Dienst und der DryFluid Bike Kettengleitstoff bewährte sich einmal mehr.   STRAVA-Link

Lieblings-Runde

Jeder hat ja so seine Lieblings-Bike-Runde. Meine führt übers Immenstädter Naturfreundehaus zur Bärenfalle, hinunter nach Ratholz, rauf zur Pfarralpe, hinüber zur Siedelalpe und hinunter nach Zaumberg. Davor und danach ist jeweils 45 Minuten Ein- und Ausrollen angesagt. Ein paar steile Rampen, ein paar flowige Trails und traumhafte Ausblicke auf die Allgäuer Alpen und den Alpsee. Leider hatte heute bei Kaiserwetter und sommerlichen Temperaturen allerhand Fußvolk die gleiche Idee und so wurde ich bergab gut ausgebremst. Egal, immer rechtzeitig abbremsen, freundlich grüßen und langsam vorbei, so klappts auch mit den karierten Hemden.😉 STRAVA-Link

Fullgazz am Auerberg

Der Titel stimmt eigentlich gar nicht, denn ich war nicht auf dem Auerberg, sondern bin beim Auerberg-MTB-Marathon 2016 nur die Mittelstrecke „red“ über 47km und 570hm gefahren. Ziel war eine Podiumsplatzierung in der Altersklasse und es lief alles wie erhofft: Nachdem ich die hektische Startphase heil überstanden hatte, konnte ich am ersten Anstieg zur Mooshütte zu einer schnellen Gruppe aufschließen und mich dort bis zur Streckenteilung nach 18km „ausruhen“. Danach fand ich mich in einer vier Mann starken Verfolgergruppe wieder, aus der ich mich am Anstieg bei Ebenried löste und zu einer weiteren 4-Mann-Gruppe vorfuhr. Nach der Verpflegungsstation kostete mich die falsche Linienwahl in einer verschlammten Abfahrt den Anschluss und ich musste wieder auf meine ursprünglichen Begleiter warten, denn alleine hat man auf der extrem schnellen Strecke beim Auerberg-Marathon keinen Auftrag.

Revox800

Den letzten Kilometer auf einem kräftezehrendem Wiesenuntergrund fuhr ich von vorne und lies niemand mehr vorbei, was mir nach 1:37h Gesamtrang 16 von 159 Finishern und den Sieg in der AK Senioren 3 einbrachte. Der Garmin errechnete einen Schnitt von 29,4 km/h bei einem Durchschnittspuls von 164bpm. Mein Bergamont Revox Team von Andys Bikes & Parts lief wie geschmiert, aber das dürfte das schnellste MTB-Rennen gewesen sein, das ich je gefahren bin.   STRAVA-Link

Support Your Local Race Organizer

Christi Himmelfahrt, 05.05.2016, 13.55 Uhr: Ich stehe am Gemeindeamt in Pinswang/Tirol und warte auf den Startschuss zum 4. Pinswanger Mountainbike Bergsprint auf’s Dreiländereck. Keine Ahnung warum es Dreiländereck heißt, denn das Ziel befindet sich (nur) an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. 350hm auf gut 4km gilt es zu bewältigen, viel zu kurz und zu steil für einen dicken, alten Mann. Noch dazu gibt es keine Altersklassen, sondern nur zwei Wertungen: Damen und Herren. Vorne haben sich die jungen Lokals und Bergspezialisten mit ihren 8kg Starrgabel-MTBs eingereiht. Was mach ich hier? Einige ältere Semester sind zwar auch am Start, aber eigentlich kann ich mich nur blamieren. Trotzdem bin ich hier. Um mich ein bisschen zu schinden und um die Veranstalter, den SV Pinswang, zu unterstützen. Damit es auch weiterhin Leute gibt, die ehrenamtlich unzählige Stunden ihrer Freizeit für den Radsport opfern und Rennen veranstalten.

Es geht los, kurz neutralisiert auf Teer, dann bricht die Meute vor mir in den Anstieg, als gäbe es Preisgeld. Da kann ich nicht mithalten, versuche den Puls auf 160 zu halten. Unmöglich, er steigt Schlag um Schlag. 170, 175: ich hab mich eingegroovt und hole einen nach dem anderen vor mir ein. 180: jetzt bloß nicht mehr, sonst fall ich vom Rad. Letzte Kehre, dann im Ziel, wo sich die ersten 18 schon mehr oder weniger entspannt an der Verpflegung laben. 19:06min zeigt der Garmin an und einen Durchschnittspuls von 174bpm. Hat trotzdem Spaß gemacht. Gut, dass ich dabei war.:-)
Gewonnen hat übrigens Lokalmatador Christian Haas (Team WNT Radhaus).

Und wenn bei Euch in der Nähe ein Rennen stattfindet: Geht hin und fahrt mit!

Trainingslager Toskana 2016

Wie schon im letzten Jahr schlug ein großer Teil des RSC AUTO BROSCH Kempten sein Frühjahrs-Trainingslager im Hotel Marinetta in Marina die Bibbona bei Cecina auf. Abgesehen von den teils rustikalen Straßenbelägen der ideale Ort für unsere Jugendlichen, Elite-Amateure und Triathleten/innen. In den sieben Tagen wurden zwei Dreierblöcke mit bis zu 1.000km und 10.000hm gefahren. Das Wetter hat auch gepasst: einmal ein kleiner Regenschauer in der Früh, ansonsten trocken und überwiegend sonnig bei bis zu 20 Grad. Wer sich über den gelegentlich starken Wind beschwert, hat nichts drauf.😉