4 Grad und Kaiserwetter lockten heute morgen zur ersten längeren MTB-Tour 2011. In Niedersonthofen traf ich mich mit Martin vom Biketreff, der mir auf dem Weg nach Knottenried doch tatsächlich noch ein paar unbekannte Weglein zeigen konnte. ![]()
Spätestens in der schweißtreibenden Auffahrt von Immenstadt zum Naturfreundehaus erwies sich, dass die Entscheidung für kurz/kurz richtig war. Nach Durchquerung einiger kleiner Schneefelder rollten wir über die Starketsgundalpe zur Bärenfalle und unterhalb der Alpsee Bergwelt Sesselbahn hinunter nach Ratholz.
In der Abfahrt brach bei Martin eine Nase seines (einseitigen) SPD-Pedals ab. Deswegen schauten wir auf gut Glück (Sonntag) bei einem Bikeshop in Thalkirchdorf vorbei und siehe da, der Chef behob dort gerade selber ein Panne. Mit neuen Pedalen ging es dann hinauf zur Pfarralpe und zwischen ungewohnt vielen anderen Bikern und Wandersleuten auf dem Trail hinüber zur noch unbewirtschafteteten Siedelalpe, weiter nach Zaumberg und durch Wald und Wiesen zurück nach Hause. 5:04h | 84km | 2.015hm
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Steinernes Tor
So nennt sich ein Felsdurchbruch südlich von Oberstaufen, durch den man auf die Hochebene des Skigebiets Hochhäderich blicken kann. Eine MTB-Tour dorthin war zuletzt im September-Heft der Mountain-BIKE als “Tour, die auch Anfänger nicht überfordert” beschrieben, also genau das Richtige für mich. ![]()
Bis zum Start in Weißach waren erstmal knapp 40km Anfahrt zu bewältigen, auf der ich gleich zweimal absteigen durfte: zuerst bei >30% Steigung an der Rampe im Wald von Niedersonthofen nach Gopprechts, und dann bergab an den Stufen des Pfads von Zaumberg zum Alpsee. Egal, hat keiner gesehen.
Von Weißach führt die Strecke auf dem “flowigen” Maximiliansweg zur Eibelesmühle, dann über die “grüne” Grenze nach Aach und hinauf nach Riefensberg. Dabei musste ich das dritte Mal schieben, weil der Hangweg auf 100m Länge abgerutscht war. Nach Riefensberg beginnt die eigentliche Auffahrt zum Steinernen Tor auf 1.300m Höhe, anfangs auf mäßig steilem Forstweg und die letzten 500 Meter auf einem in Falllinie bergauf führenden, garstig steilem und schottrigem Karrenweg. Da blieb ich nach 100 Metern hängen und schob das vierte Mal. Wer das alles fahren kann, Respekt. Wenigstens war ich zu Fuß immer noch schneller als drei Wandersleute mit gleichem Ziel…
Der Ausblick am Steinernen Tor entschädigte aber allemal für das peinliche Absteigen zuvor. Weiter ging es an der Alpe Moos und der Gluth-Gschwanderalpe vorbei auf dem ansich wunderschön zu fahrenden Höhenweg zur Imberghaus, wenn da nicht die zahlreichen, von der Imbergbahn hochgegondelten Spaziergänger unterwegs gewesen wären…
Na ja, ab der Bergstation gab es wieder (fast) freie Fahrt und über Steibis, Weißach, Bad Rain, Alpsee ging es zurück nach Hause. Die in der Mountain-BIKE angegeben Fahrzeit von 2 Stunden ab/bis Weißach ist recht großzügig bemessen. Trotz der 10-minütigen Laufeinlage und der Slalomfahrt durch die Wanderer blieb ich ca. 25 Minuten darunter.
5:02h 102km 1.805hm
Steinernes Tor
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Rund um den Prodel
Der Prodel ist ein Höhenzug südlich des Alpsees bei Immenstadt. Es gibt eine Reihe von Mountainbike-Touren im Uhrzeigersinn um ihn herum, aber die meisten verlaufen auf dem Rückweg im Tal. Es gibt aber auch eine nordseitige Hangbefahrung:
Los ging es (nach einem kleinen Umweg über Gunzesried) am Beginn des Steigbachtals in Immenstadt. Das asphaltierte Strässchen steigt gleich kräftig an (Garmin: 28%) und auch auf den nächsten 5 Kilometern kommt man immer wieder an Rampen jenseits der 20% ins Schwitzen, obwohl die Auffahrt fast durchgehend im Wald liegt. Nach ca. 600 Höhenmetern zweigt ein mit Brettern ausgelegter Wiesenpfad zur Sennalpe Mittelberg hinüber ab.
Eine lange Abfahrt durchs Weißachtal zuerst auf Schotter, dann auf Teer führt zur Talstation der Hochgrat Bahn. Dort zweigt rechts ein schmaler Kiesweg über die Weißach ab, der später sehr steil und schotterig zur Spitzleralpe hinaufführt. Nach der Haspelalpe kommt man zu einem Wegedreieck, wo es links Richtung Buchenegg geht: die Standard Prodel-Umrundung. Rechts geht es auf einem neuen Wanderweg durch den Wald steil und gerade noch fahrbar (Garmin: 31%) hinauf zur Moosalpe. Dort fand sich auch der im Steigbachtal verloren gegangene Handyempfang wieder ein…
An der Moosalpe sah ich dann für die nächste Stunde die letzten zweibeinigen Lebewesen. Auf den einsamen und freiliegenden Wiesenpfaden und Karrenwegen über Kuhschwandalpe, Leutenschwandalpe, Schwingundalpe und Rauhgundalpe war ich mit Kühen, Ziegen und Pferden herrlich allein.
An der Unteren Kalle Alp trifft man auf den asphaltierten Fahrweg zur Bärenfalle, der an dem Allgäu Coaster – Deutschlands längster Rodelbahn – entlang mit vielen Kehren in rauschender Fahrt bergab zur Talstation der Alpsee Bergwelt führt. Ausgebremst wird man nur durch einige Viehgatter und am Wochentag zum Glück nur spärlich vorhandenen Wandersleuten. Nach Überquerung der B308 geht es auf der gegenüberliegenden Talseite zunächst auf geteertem Mautsträsschen und dann über Karrenwege und Wiesenpfade mit mäßiger Steigung hinauf zur Pfarralpe.
Der Höhenweg hinüber zur Siedelalpe ist einer meiner Lieblingstrails: flott zu fahren, schmal und ohne Schiebestellen. Dort angekommen war es schon nach 13.00 Uhr und ab dann gibt es leckeren selbstgebackenen Kuchen, heute ein pfundschwerer Käsekuchenquader.
So gestärkt ging es über den Waldweg-Downhill nach Zaumberg und auf direktem Weg wieder nach Hause. 6:01h 100km 2.240hm
Rund um den Prodel
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