4 Grad und Kaiserwetter lockten heute morgen zur ersten längeren MTB-Tour 2011. In Niedersonthofen traf ich mich mit Martin vom Biketreff, der mir auf dem Weg nach Knottenried doch tatsächlich noch ein paar unbekannte Weglein zeigen konnte. ![]()
Spätestens in der schweißtreibenden Auffahrt von Immenstadt zum Naturfreundehaus erwies sich, dass die Entscheidung für kurz/kurz richtig war. Nach Durchquerung einiger kleiner Schneefelder rollten wir über die Starketsgundalpe zur Bärenfalle und unterhalb der Alpsee Bergwelt Sesselbahn hinunter nach Ratholz.
In der Abfahrt brach bei Martin eine Nase seines (einseitigen) SPD-Pedals ab. Deswegen schauten wir auf gut Glück (Sonntag) bei einem Bikeshop in Thalkirchdorf vorbei und siehe da, der Chef behob dort gerade selber ein Panne. Mit neuen Pedalen ging es dann hinauf zur Pfarralpe und zwischen ungewohnt vielen anderen Bikern und Wandersleuten auf dem Trail hinüber zur noch unbewirtschafteteten Siedelalpe, weiter nach Zaumberg und durch Wald und Wiesen zurück nach Hause. 5:04h | 84km | 2.015hm
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Pfarralpkönig 2010
Zum Saisonende trifft sich die Allgäuer Mountainbikeszene alljährlich zu einem kleinen Abschlussrennen des TSV Missen Wilhams auf die Pfarralpe (1.050m). Als Teilnehmerpreis winken ein Piccolo für die Damen und ein Zwickelbier für die Herren. Außerdem gibts noch eine kleine Brotzeit für jeden. Auch wenn einige Teilnehmer bei dieser familiären Veranstaltung stilgerecht in einer Lederhose an den Start gehen wird doch flott gefahren. Der diesjährige Gesamtsieger Pascal Fontain vom RSC Logwin Kempten benötigte für die 20km und 720hm ganze 47:39 min.
Mit Youngster Manuel, der kurzentschlossen sein erstes Radrennen bestreiten wollte, rollte ich bei feuchtem Hochnebel statt versprochener Herbstsonne über die alte Bahntrasse mit dem Bike zum Start nach Missen und hatte nach einer Teilstreckenbesichtigung und Warmfahren schon 1.000hm auf dem Garmin, bevor es überhaupt losging.
Nach dem Start rauschte das 150 Teilnehmer starke Feld auf dem großen Kettenblatt mit über 40 km/h in den ersten Anstieg nach Wiederhofen und zog sich angenehm in die Länge, denn die nachfolgende Abfahrt hinter Geratsried hatte es in sich: auf einem steilen, kurvigen Teersträsschen sorgte nasses Laub für einige Rutschpartien. Überhaupt waren sämtliche Abfahrten durch die Nebelnässe nur mit Vorsicht zu genießen. Pech hatte RSC-Freerider Werner, dem nach der ersten Abfahrt die Kette riss. Dank eines freundlichen Mitfahrers konnte er den Defekt aber beheben.
Nach einem Mix aus Schotter-, Teer- und Wiesenauf- und abfahrten, kurzen Trailpassagen, einer Schiebestrecke über eine steile Kuhweide und wenigen Positionskämpfen kam ich nach 1:01:13 h Fahrzeit (Garmin Connect Daten) im Nebel als 19. der Masterklasse auf der Terasse der Pfarralpe an und bekam noch auf dem Rad die Zwickelhalbe in die Hand gedrückt.
Manuel war nach einer starken Leistung auch schon da und strahlte über seinen 26. Platz in der Hauptklasse. Die Siegerehrung fand im (geräumten, gesäuberten und beheizten) Kuhstall der Pfarralpe statt und gewonnen habe ich bei dieser liebenswerten Veranstaltung dann auch noch was: ein Sixpack Bockbier, das schnell unter die RSC-Teamkollegen aufgeteilt war, denn ich musste ja noch gute 30km mit dem Rad nach Hause fahren…
Tagesbilanz: 4:54h 97km 2.107hm

Pfarralpkönig 2010
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Rund um den Prodel
Der Prodel ist ein Höhenzug südlich des Alpsees bei Immenstadt. Es gibt eine Reihe von Mountainbike-Touren im Uhrzeigersinn um ihn herum, aber die meisten verlaufen auf dem Rückweg im Tal. Es gibt aber auch eine nordseitige Hangbefahrung:
Los ging es (nach einem kleinen Umweg über Gunzesried) am Beginn des Steigbachtals in Immenstadt. Das asphaltierte Strässchen steigt gleich kräftig an (Garmin: 28%) und auch auf den nächsten 5 Kilometern kommt man immer wieder an Rampen jenseits der 20% ins Schwitzen, obwohl die Auffahrt fast durchgehend im Wald liegt. Nach ca. 600 Höhenmetern zweigt ein mit Brettern ausgelegter Wiesenpfad zur Sennalpe Mittelberg hinüber ab.
Eine lange Abfahrt durchs Weißachtal zuerst auf Schotter, dann auf Teer führt zur Talstation der Hochgrat Bahn. Dort zweigt rechts ein schmaler Kiesweg über die Weißach ab, der später sehr steil und schotterig zur Spitzleralpe hinaufführt. Nach der Haspelalpe kommt man zu einem Wegedreieck, wo es links Richtung Buchenegg geht: die Standard Prodel-Umrundung. Rechts geht es auf einem neuen Wanderweg durch den Wald steil und gerade noch fahrbar (Garmin: 31%) hinauf zur Moosalpe. Dort fand sich auch der im Steigbachtal verloren gegangene Handyempfang wieder ein…
An der Moosalpe sah ich dann für die nächste Stunde die letzten zweibeinigen Lebewesen. Auf den einsamen und freiliegenden Wiesenpfaden und Karrenwegen über Kuhschwandalpe, Leutenschwandalpe, Schwingundalpe und Rauhgundalpe war ich mit Kühen, Ziegen und Pferden herrlich allein.
An der Unteren Kalle Alp trifft man auf den asphaltierten Fahrweg zur Bärenfalle, der an dem Allgäu Coaster – Deutschlands längster Rodelbahn – entlang mit vielen Kehren in rauschender Fahrt bergab zur Talstation der Alpsee Bergwelt führt. Ausgebremst wird man nur durch einige Viehgatter und am Wochentag zum Glück nur spärlich vorhandenen Wandersleuten. Nach Überquerung der B308 geht es auf der gegenüberliegenden Talseite zunächst auf geteertem Mautsträsschen und dann über Karrenwege und Wiesenpfade mit mäßiger Steigung hinauf zur Pfarralpe.
Der Höhenweg hinüber zur Siedelalpe ist einer meiner Lieblingstrails: flott zu fahren, schmal und ohne Schiebestellen. Dort angekommen war es schon nach 13.00 Uhr und ab dann gibt es leckeren selbstgebackenen Kuchen, heute ein pfundschwerer Käsekuchenquader.
So gestärkt ging es über den Waldweg-Downhill nach Zaumberg und auf direktem Weg wieder nach Hause. 6:01h 100km 2.240hm
Rund um den Prodel
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