180 Kilometer auf der Rolle

Ich kenne ja eigentlich niemanden, der gerne oder gar lieber auf der Rolle als draußen fährt. Viele können es überhaupt nicht verstehen, wie man länger als eine Stunde auf der Stelle treten kann. Aber es gibt sie, eine kleine Gruppe liebenswerter Radsportler(innen), die sich alljährlich im Zweirad-Fachgeschäft Schließer Bike in Schöningen zum 180km Rollenevent trifft.
Am Start waren heuer unter anderem Deutschlands bekannteste Bike-Blogger Racing Ralph, Stefan Bzdok, und Martin Danberg sowie Extrem-Radfahrer Achim Heukemes. Ralph und Stefan sind zwei Teamkollegen im IBC MTB-News Winterpokal, aber leider liegt Schöningen über 600km entfernt. Deshalb war ich nur virtuell dabei. Pünktlich um 9.00 Uhr ging es los und nach 4:40h war ich durch. Dazwischen lagen 3 durchgeschwitzte Handtücher, 2 durchgeschwitzte Trikots, 2l Isodrink und 2l  Mineralwasser. Gefahren bin ich erst mit 52/15 und so ab km 120 mit 52/12 in einem TTS 3.6 Catalyst-Programm ohne Steigung und Leistungsmodus 100 und mit durchschnittlich 233 Watt (Sportics Aktivität). Obwohl ich mir die Zeit mit Musik-DVDs, Twitter, Facebook und einem Webcam-Chat vertrieb, wurde es hinten raus dann doch recht zäh, aber aufgeben kam natürlich nicht in Frage. Was ich so gelesen habe, sind die Sportsfreunde in Schöningen auch gut durchgekommen. Besonderen Respekt verdient Ralph, der 110km auf einer freien Rolle fuhr, was viel schwieriger und anstrengender ist als auf den fixen Rollentrainern. :-)

10 Gedanken zu “180 Kilometer auf der Rolle

  1. ihr seid der Hammer :P Über 4h auf der rolle – da muss man sein Gehirn irgendwie ausschalten…. Kompliment, ich gehöre zu denen, die nicht über 90min aushalten (zumal ich keinen Ventilator aufbaue und die Sache dann in einem Schweibad ausartet :D)

  2. Die gemessenen Leistungswerte sollen relativ realistisch sein, aber ob ich 180km auf ebener Strecke bei Windstille in dieser Zeit fahren kann, glaub ich eher nicht. Bei den Tacx Real Life Video und Real Life Trainingsprogrammen kommt mein Schnitt mit den “Echtzeiten” einigermaßen hin.

  3. wenn das programm die körpergröße und das gewicht des fahrers sowie die körperhaltung und statur zur berechnung des luftwiederstandes berücksichtigt lässt sich bestimmt ein halbwegs realistischer wert berechnen!

    besser wäre natürlich ein laserscanning des fahrers und messungen im windkanal zur ergänzung! fühler am lenker die die jeweilige position des fahrers berücksichtigen…….um reale werte zu berechnen

  4. Suuuuuuuper das du mitgemacht hast :-) Beeindruckende Zahlen!! Danke für den schönen Satz am ende. Ich hätte nie gedacht das der Unterschied zur festen Rolle dermaßen krass ist!! Mir tun die Beine diesmal richtig weh.

  5. Glückwunsch zu Deinen super Zahlen. Und in dem Punkt hast Du völlig recht, das es hinten raus > 3 Std. echt zäh wird. Da gibt es kaum noch eine Position, die man länger durchhalten kann. Da wollte ich dann nur noch fertig werden. ;-)

  6. Pingback: Der mit der Rolle tanzt | Der Ruhrpott Express

  7. Pingback: Das Rollenevent 2012 | Bike-Stefan

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