Da waren sie wieder, die Rennradfahrer

Heute war offensichtlich der erste offizielle Rennradtag des Jahres, denn auf meiner Unterallgäu-MTB-Strassenrunde sah ich so viele Dünnbereifte, wie das ganze Jahr bisher nicht. An den ersten hängte ich mich hinter Haldenwang ran und rollte im (Rücken-)Windschatten bis Ottobeuren. Vor der Basilika fuhr ich neben hin und fragte, wohin er noch fährt. Antwort, nach kurzem Zögern: “Keine Ahnung”, nur um dann Sekunden später hinter mir links abzubiegen. Hä??? Weiter gings über Hawangen, Holzgünz, Egg und einen Abstecher hinauf nach Oberschönegg, da wo der leckere Allgäuer Joghurt gemacht wird.

Auf dem Rückweg fuhr ich die Wolfertschwendener Steige zum Windrad hoch und wollte den Höhenzug  eigentlich von Hopferbach aus wieder in die andere Richtung queren. Doch im schattigen Waldstück Richtung Schrattenbach war die Strasse spiegelglatt. Also umgedrehrt und über Probstried, Eichholz nach Dietmannsried. Dort bog nach mir ein entgegenkommender Pinarello Rennradler Richtung Heising ab und fuhr zunächst hinter mir her. In Heising gings ihm dann offensichtlich zu langsam und er zog vorbei. Der Radweg  nach Lauben war ihm wohl zu stark gesplittet, jedenfalls fuhr er auf der Strasse weiter und attackierte, als er sah, dass ich seinen Windschatten aufgab und neben ihm auf den Radweg rollte. Das kam mir für einen kurzen Leistungstest Strasse vs. Radweg gerade recht und in Lauben hatte der Zaskar 50m Vorsprung auf den Italiener… :-)   5:04h 132km 1.000hm 133bpm Garmin Connect Daten

Dead legs…

… so heisst ein Song der finnischen Rock’n'Roll-Combo Sweatmaster (siehe Video-Soundtrack) und ungefähr so fühlten sich meine Oberschenkel heute nach den fast 8.000 Abfahrtshöhenmetern gestern in Bolsterlang an. Um wieder Leben in die Beine zu bekommen, stand heute eine kleine Ausfahrt ins Oberallgäu an. Bei +3 Grad und stahlend blauem Himmel ging es – immer das herrliche Alpenpanorama im Blickfeld – über Memhölz, Immenstadt, Blaichach hoch ins Gunzesrieder Tal.

Am letzten Parkplatz nach Gunzesried Säge war Ende. Den festgefahrenen, schneeglatten Weg danach ersparte ich mir und rollte an Langläufern, Rodlern und Schneeschuhwanderern vorbei auf trockenen bis taunassen Strassen zurück nach Blaichach und von dort über Burgberg, Rottach, Öschle, Hegge, Martinszell, Oberdorf nach Hause. 4.32h 103km 1.117hm 126bpm Garmin Connect Daten

Bike and Hike

Es gibt eigentlich kaum etwas Schlimmeres, als sein Bike bergab schieben oder gar tragen zu müssen, aber heute war es mal wieder so weit. Die Straßenauffahrt zum Mariaberg war geräumt und gut befahrbar – bis zum südlichen Abzweig in der Abfahrt zum Herrenwieser Weiher.

Ab hier bestand der Weg nur noch aus einem 40cm schmalen und holprigen Trampelpfad. Zuerst waren noch ein paar Fahrmeter drin. Am Waldrand warnte mich dann ein freundlicher Jogger: “Da unten wirds ganz tief, da ist schlecht zu fahren.” Ja, ja…

Schlecht zu fahren? An Fahren war nicht mehr zu denken. Stapfen durch knietiefe Fußspuren war angesagt, und das bergab. Grmpf. Anfahrversuche scheiterten kläglich und kurz vor dem Weiher rollte ich mich auch noch elegant ab – zum Glück nicht vor Publikum.

Abklopfen und weiter auf der alten Bahntrasse über Ermengerst Richtung Buchenberg. Doch selbst dieser Weg war ab der Straßenquerung nicht mehr zu befahren. Also auf der Straße nach Wegscheidel und rüber nach Eschach. Denkste, am letzten Gehöft “Hintereinöde” war Ende der geräumten Strecke und der Weg hinter einem 3 Meter hohen Schneehaufen im glitzernden Weiß nicht mehr erkennbar. Da blieb nichts anderes übrig, als umzudrehen und auf demselben Weg zurückzurollen. Schön wars trotzdem… :-)
2:01h 25km 415hm 126bpm Garmin Connect Daten

Don’t call me Hamster

Als ich klein war, hatten wir einen Hamster. Der war hellbraun und hatte ein grünes Metallrad in seinem Käfig, in welchem er stundenlang rannte, ohne auch nur einen Meter von der Stelle zu kommen. Das fand ich damals ziemlich merkwürdig. Heute denke ich anders darüber… ;-)

Dank Nieselregen ging es heute gleich zweimal auf mein “Hamsterrad” (O-Ton Gattin) vom Typ Tacx Satori. 3:17h am Vormittag und 2:02h nachmittags. Durchhalten war dank Video, TV und Musik sowie aufmunternder Kommentare der liebenswerten Twitter-Gemeinde gar nicht so schwer. :-)
Der Hamster büchste übrigens eines Tages aus, kletterte den Wohnzimmervorhang hoch und stürzte dann leider von der Vorhangstange ab. Das Schicksal bleibt mir wohl erspart. Klettern ist nicht mein Ding…